Schlüsselblumen
Schlüsselblumen

Lebe deine Vision, folge deiner Bestimmung

In jedem Menschen ist ein riesengroßes Potenzial angelegt, das er bei seiner Geburt mitbringt. Dieses individuelle Potenzial will gefördert werden. Allerdings geht unser gesellschaftliches System davon aus, dass wir Kinder nach den aktuellen gesellschaftlichen Denk- und Glaubensmustern formen und sie in deren Schubladen stecken. Als Erwachsener funktioniert der Mensch, er lebt nach den Vorstellungen anderer, anstatt sich frei zu entfalten.

Durch die vielen Verbote, Verbiegungen wissen die meisten gar nicht mehr was ihr wahres Potenzial ist. Es liegt unter einem großen Berg gesellschaftlicher Denk- und Glaubensmuster begraben. Diese Muster hindern uns daran, unser Potenzial voll und ganz auszuschöpfen.
Die meisten Menschen wissen nicht einmal, welche Stärken und Talente in ihnen schlummern.
Der Grund dafür liegt in unserer Kindheit. In dieser wurden uns unsere Fehler und Schwächen vorgehalten, anstatt unsere Stärken bestärkt.
Später als Erwachsene kritisieren wir andere mehr, als dass wir ihre Stärken und ihre positiven Seiten erwähnen. Wir achten mehr auf die Fehler von Mitarbeitern, als auf ihre guten Seiten.
So ist es verständlich, dass wir bei uns selbst auch erst die Fehler sehen.
Wenn wir ein zufriedenes Leben führen wollen, dann ist es bedeutsam, dass wir unsere Talente kennen und nutzen.

Ein Einblick in meine Lebensgeschichte
In meinem Beruf zur Erzieherin kam ich immer wieder an meine Grenzen. Ich erlebte, dass Eltern und Erzieher Kinder mehr oder weniger in eine von ihnen vorgegebene Richtung schoben. Vieles drehte sich mehr um die Leistung, die ein Kind zu erbringen hat. Im Kindergarten wird das Kind auf die Schule vorbereitet, so dass es schulfähig ist. So erging es auch mir selbst. Die damalige Lehrerin erwähnte erst die schulischen Leistungen im Zeugnis und das, was nicht gut lief. Das Talent erwähnte sie als netten Schluss.
Das Wort „erziehen“ leitet sich ab von dem Verb „ziehen“. Es bedeutet im Mittelhochdeutschen „jemanden zu etwas anleiten, seine Entwicklung fördern“. Es geht also darum, das Kind in seiner Entwicklung zu fördern und indem zu bestärken, was ihm gut tut.
Ich arbeitete in unterschiedlichen sozialen Bereichen. In jeder einzelnen Einrichtung fehlte mir der Ansatz der Potenzialentfaltung, die mitgebrachten Anlagen und Talente der Kinder zu fördern. Aus diesem Grund machte ich vor einigen Jahren die Psychomotorikausbildung. Hier steht das Kind im Mittelpunkt. Es geht darum, dass sich das Kind selbst verwirklichen kann, es Gelegenheit bekommt sich auszuprobieren, zu experimentieren. Auf diesem Weg kann es seine Anlagen entfalten und zum Blühen bringen.

Welchen Sinn hatte der Erzieherberuf für mich persönlich?
Für mich persönlich bedeutet der Beruf zur Erzieherin, dass der Pädagoge die Aufgabe hat, das Kind zu seinem mitgebrachten Potenzial hinzuleiten.
Als Kind haben weder meine Eltern, noch die Erzieher und Lehrer meine Anlagen bestärkt. Die Folge war, dass ich als Jugendliche nicht wusste, was ich werden wollte. So ergeht es vielen jungen Menschen. In der Schule markiert der Lehrer die Fehler mit einem roten Stift. Die Kinder lernen ihre Aufmerksamkeit auf das Negative zu lenken.
Im Erzieherberuf selbst hatte ich nicht die Möglichkeit mich zu verwirklichen. Ich erlebte oftmals Pädagogen, die ihren Beruf nicht liebten, die damit unzufrieden waren. Sie vermittelten den Kindern „Wenn du im Leben über die Runden kommen willst, dann darfst du keine Tätigkeit tun, die dir Freude macht.“
Der Schlüssel für ein erfüllendes und zufriedenes Leben ist das zu tun, was wir gerne tun.
Ich arbeitete vor ein paar Jahren mit einer Pädagogin zusammen, die ihren Beruf liebte. Sie sagte, dass diese Tätigkeit für sie ein 6er im Lotto ist. Mit dieser Einstellung ging sie mit den Kindern, mit den Kollegen um. Diese Einstellung ist genauso ansteckend wie der Corona-Virus. Ich arbeitete mit dieser Kollegin noch ein Jahr zusammen bis sie in Rente ging. Diese Frau war für mich ein Vorbild und ich bin dankbar, dass ich sie kennengelernt habe.
Es waren die unterschiedlichen beruflichen Stationen, die mich zu meiner Bestimmung und Berufung geführt haben, Menschen dabei zu begleiten ihr Potenzial zu leben. Jeder Mensch hat Lernaufgaben, die ihn zu seinem wahren Potenzial führen. Dies ist ein persönlicher Entwicklungsprozess.

Der Erzieherberuf entwickelt sich weiter zur Heilpädagogin
Es war schon seit einigen Jahren mein Traum mich zur Heilpädagogin weiter zu bilden. Seit letztem Jahr habe ich die Weiterbildung begonnen und mir diesen Traum erfüllt. „Heil“ bedeutet etymologisch gesehen „ganz“, „vollkommen“. Für mich es wichtig, den Menschen mit seinen Fähigkeiten, Ressourcen ganzheitlich zu betrachten, Lösungen für Probleme zu entwickeln und ihm einen Raum anzubieten, indem Heilung geschehen darf.

Was bist du bereit aufzugeben, um deinen Traum zu erreichen?
Es ist bedeutsam, dass unsere Grundbedürfnisse erfüllt sind, wenn wir unsere Bestimmung leben wollen. Ohne diese können wir unsere Bestimmung nicht leben. Der Mensch entwickelt Existenzängste. Er befasst sich dann mehr mit der Frage, wie er über die Runde kommen soll. Wenn unsere Grundbedürfnisse gestillt sind, dann sind wir frei zu handeln. Die Freiheit ist eine Kraft, die uns Schritt für Schritt hilft uns selbst zu verwirklichen. Dies zeigt auch die Bedürfnispyramide nach Maslow deutlich auf. Zum Beispiel hat eine Person den Wunsch sich selbst zu verwirklichen und  arbeitet in einer Teilzeitstelle, so hat sie den Raum frei sich selbst zu verwirklichen. Es kann eine Mutter sein, deren Berufung es ist, ihr Muttersein auszuleben.
Es ist ein Naturgesetz, dass ich erst einmal Platz machen darf für etwas Neues, für das, was ich wirklich liebe. Ich sortierte alte Bücher aus, verkaufte diese an Freunde und Bekannte und schaffte damit Platz für neue Bücher, beispielsweise für meine Lehrbücher der Heilpädagogik. Genauso ist es wichtig alte Denk- und Sprachmuster loszulassen.

 

In meinen Coachings begleite ich Menschen, sie zu ihrem innersten Kern zurück zu bringen, damit sie ihr Potenzial entfalten können.

 

Tipp 1:
Reflexionsfragen, die dir helfen deine Bestimmung zu finden.

  • Lass deine Kindheit Revue passieren: Welche Träume hattest du als Kind?
  • Lass dir durch den Sinn gehen, welche Worte auf deinem Grabstein stehen soll. Welche Erinnerung sollen die Menschen an dich haben?
  • Was macht mich in meinem Leben zufrieden?
  • Welche Aktivitäten geben mir Kraft?

 

Tipp 2:
Unsicherheiten, Scheitern und Fehler gehören zum eigenen Weg
Zum eigenen Weg gehört es, dass wir ausprobieren und experimentieren. Dazu gehört es, dass mir Fehler machen und Scheitern. Lernen geschieht durch Versuch und Irrtum. Wir können aus unseren Fehlern lernen und es das nächste Mal anders machen.

 

Tipp 3:
Höre auf deine innere Stimme
Diese Stimme ist leise. Als Kind haben wohl die wenigsten von uns gelernt auf die eigene innere Stimme zu hören. Wir haben gelernt auf unseren Verstand zu hören. Unsere innere Stimme ist unser inneres Navigationsgerät, die uns auf unseren Lebensweg lenkt.

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